Inhalt dieser Seite:
Vorstellung der Co.A CSMC, Deutschland und ihrer Mitglieder
Was ist Reenactment?
Frauen und Ethnien in der Darstellung
Mit Bildern und Video

CSMC, Company A, Deutschland Marine Guard/Ship Guard


Am Wochende vom 16.- 18.10.2009 war es soweit. Beim Civilwar Weekend in Pullmancity wurde die Company A, Deutschland (als Teil des Vereins "San Antonio Renegades" e.V.) aus der Wiege gehoben.


Dargestellt wird die Co.A des CSMC und in ihr die Teilgruppe einer Marine Guard/ Ship Guard. Dies entspricht einer Einheit von 5 - 20 Mann (im Original) und passt am besten zu unserer bisherigen Größe.
Wir (siehe unten) , das sind im Moment ca. 8 Mann, welche das Confederate States Marine Corps darstellen. Dies gibt uns die Möglichkeit als Infanterie (auch als Scharfschützen), Artillerie oder auch "Maritim " tätig zu sein. Neben der interesanten Darstellung können wir auch als kleine Gruppe diese interessante und oft vergessene Teilstreitkraft der Conföderierten Staaten von Amerika und der CS Navy darstellen und dicht am Original bleiben.
Momentan liegt der (Mitglieder-) Schwerpunkt der Gruppe in Baden-Württemberg (Freiburg/Stuttgart, CSMarines@web.de ) und Bayern . Doch würden wir uns auch über Interessenten/Mitglieder aus anderen Bundesländern/Europa (Schweiz, Frankreich,...) freuen. Reenactment ist ein "recht dezentrales" Hobby, d.H. die Mtglieder einer Gruppe kommen oft aus ganz Deutschland und treffen sich auf internen Veranstaltungen oder bei einem Reenactment.

Also sehr flexibel!

Ziel ist es,das CSMC möglichst authentisch darzustellen.

Dies gilt sowohl für Uniform und Ausrüstung, wie auch für die Funktion/Drill. Wir bieten jedem Interessierten und/oder Neueinsteiger unsere Unterstützung an und sind dir gerne behilflich dich in das Hobby "reinzufinden" und deine Ausrüstung zusammen zu stellen. Bei uns kannst du als "Grundausgestatter" (für den günstigen Einstieg) wie auch als Authentic Campagner (so original wie möglich, "das gehobene Niveau") mitmachen. Wenn möglich leihen wir dir auch gerne erstmal etwas von uns.

Wichtig ist uns die richtige Einstellung und der Wille dieses Ziel anzustreben!

                                                Authentic campaigning ist das erklärte Ziel!


                                           Wie muss ich mir authentic campaigning vorstellen?

                    Ausrüstung für 3 Tage im outpost. Nahrung im knapsack & haversack. Traust du dich?

                                                   (Manchmal schlafen wir aber auch in einem atent, dogtent)

Du bist historisch interessiert, möchtest eine Einheit und das Leben dieser Zeit authentisch darstellen, hast Spaß am kameradschaftlichen Beisammensein, es darf für dich auch mal etwas "einfacher" sein (Leben wie 1861-65) und du kannst dich in eine "Sache"/Darstellung hineinversetzen? Dann melde dich doch mal unter: CSMarines@web.de


Nicht dabei haben möchten wir Leute die das Ganze als Kriegsverherrlichung betrachten, unachtsam im Umgang (auch mit nicht geladenen) Waffen sind, oder rassistische, oder extrempolitische Motive verfolgen.

Die Company  A, CSMC, Deutschland

Marine Guard



   1. Ltd Sven Peters, recruiting officer


   
                                                                     Pvt .                                                    Pvt. /Sailor                                        Pvt.                                                                  Pvt.                                                                    Pvt.              
                                Samuel "Sam"  Jethro Peters                    L.T. Peters                               Joel  Ratzuweit                                    Thorsten seifert                                           Conny Huber
                                                   
         

                                                                        Pvt. Johannes Stumper                                          Pvt. Stephan Sinner                                           Cad. Björn Plöchel                              Cad. Max Bernert    

  

                                                                                                                                                                                                                      Dein Name                                                           


Was ist Reenactment ?

Reenactment (engl. „Wiederaufführung“, „Nachstellung“) nennt man die Neuinszenierung konkreter geschichtlicher Ereignisse in möglichst authentischer Weise. Über den Weg der historischen Wiedererlebbarkeit soll Geschichte verständlich und erlebbar gemacht werden. Das historische re-enactment ist der zentrale Teil der durch den britischen Philosophen und Historiker Robin george Collingwood aufgestellten Theorie der Historiographie. Die Nachstellung von historischen oder sagenhaften Ereignissen geht allerdings bis in die Antike (zB in römischen Arenen) zurück. (nach wikipedia,de)  

Ok!? Und was heißt das nun?

Erstmal: Reenactment ist für die ganze Familie geeignet!



Es geht dabei tatsächlich um das möglichst genaue Darstellen von Personen und Geschehnissen aus vergangenen Epochen. Die Grundvorraussetzung für eine authentische Darstellung ist die Recherche und das lesen historischer und aktueller Quellen. Da hat man´s beim Amerikansichen Bürgerkrieg 1861-65 leicht. Es gibt wahnsinnig viele Bücher, Dokus, Filme und auch meist historische Dokumente, auch online. ..... Na ja außer bei unserer Einheit da war es etwas schwieriger!

Man geht so auf 2-3 Reenatments pro Jahr, oder eben mehr. je nach Lust und Laune!

Am besten zeigen das Reenatment einige Bilder von vergangenen Veranstaltungen:

Das Lagerleben: dies nimmt den Großteil der Wochenenden/Veranstaltungen ein, ist aber auch sozusagen der gesellschaftliche - gesellige Teil.

Dein gemütliches Zuhause! Das A tent (typisches geschlossenes Soldatenzelt) oder das shelter tent (aus 2 shelterhalfs = Zeltplanen zusammengesetzt, offen, im knapsack/Rucksack mitzuführen) ...oder campaigning auf dem Waldboden, ohne Zelt!

     

Deine Verpflegung!
Im Lager gilt grundsätlich "Plastik und Handyverbot", dh. moderne Sachen und Materialien werden optisch aus dem Lagerleben verbannt, um den Eindruck und das "Feeling" nicht zu stören.
Getränke: üblicherweise Wasser aus canteens/Feldflaschen. Aber Abends gibt es auch was anderes. Dies füllt man sich dann im Zelt in seine mug (Tasse)
Essen: Zeitgenössisches Lageressen vom offenen Feuer. Oder die "beliebten" Rationen: Hardtacks (eine Art Hartkeks) und Dörrfleisch

   

 

Deine Kameraden! Ein lustiger Haufen aus deiner, aber auch anderer Einheiten. Aus Nord UND Süd!
Kameradschaft wird groß geschrieben, man kennt und hilft sich aus. Der Umgang ist freundlich und im Laufe eines WE kommt es zu vielen netten Gesprächen und so manchem Späßchen. Die meisten events haben internationalen Besuch, Englisch ist also hilfreich aber nicht nötig.

     

     


Die Darstellung! Da gibt es Vieles! Grob gesagt gibt es natürlich uns: die Confederate States Marines, Co.A, die CS/US Navy aber auch die 1. North Carolina Cavallery dismounted (ohne Pferde), Co.D von Charlie Duda (auch in unserem Verein San Antonio Renegades e.V) und andere Cavallery Einheiten, die normale Infantry, bei der auch wir meist zu finden sind. Die Artillery (laut und Rumms) und einen Sanitätsbereich sowie die zivile Darstellung (meiste Damen und Kinder).

In unserem Verein stellen wir aktuell CS Marines, CS/US Navy, CS Cavallery, US/CS Hospital dar.
CS Infantry und US Infantry, oder Ari sind geplant.


 
CS Marines                                                                                 CS Cavallery                                                                  US Hospital                                  

 
                                                                              CS Navy                     US Navy                           CS Marines am Geschütz        

Frauen und Ethnien in der Darstellung

Puh! Das ist ein nicht ganz einfaches Thema! Aber im Zuge der ernsthaften Beschäftigung mit der Darstellung muss man auch mal darüber sprechen.

Fangen wir mit dem einfacheren Thema an: Frauen in der Darstellung.
Im zeitgenössischen Kontext war die Rolle der Frau recht klar deffiniert, sie kümmerte sich um den Haushalt und die Familie. Natürlich waren Frauen auch im Umfeld der Truppen zu finden.

Frauen im normalen zivilen Leben: Hier werden Frauen dargestellt die ihrer täglichen Arbeit nachgehen. Dh sie arbeiten  im Haus oder auf dem Feld, Dabei werden idR working,-/daydresses getragen. Einfache Kleider die zweckmäßig waren und auch dreckig werden durften. Nur wenige Frauen lebten als Ehefrauen auf den Plantagen und wandelten den ganzen Tag á la Scarlett O´Harra herum. Den auch diese Frauen hatten Aufgaben im Haus und der Verwaltung; dh auch sie hatten einen daydress (wenn auch schicker, quasi Bürokleidung). Bei Veranstaltungen wurden dann auch die balldress getragen, aber die gehören auf einen Ball und nicht in´s Feld.
Somit kommen wir zu den möglichen Darstellungen Frau in Zivil:
- zeitgenössische Arbeitskleidung
- je nach Rolle (Reiche und Plantagenbesitzerinnen waren sicher nicht im Lager zu finden, außer evtl. als Besuch der Offiziere)

Frauen im Umfeld des Militärs: Frauen waren üblicherweise nicht als Soldaten im Feld. Eine klassische Rolle ist im medizinischen Bereich als nurse. Oder im Tross als Wäscherin, Näherin, Verkäuferin ..tja oder als die, die immer da sind ;-). Die Kleidung bleibt dabei im Prinzip die selbe work,-daydress. In Deutschland ist es inzwischen üblich, das diejeneigen, die im medizinischen Bereich darstellen auch tasächlich medizinische Kenntnisse haben (Sanitäter, Schwester,..). Insgesamt waren diese Frauen meist in gesonderten Bereichen zu finden, nicht in den Zeltreihen der Soldaten.

Im Reenactment übernehmen sie oft die Funktion der Versorgung der Truppen, dh sie bringen Wasser zu den Soldaten und Obst, .... oder stellen eben nurses in ihrer Rolle dar.

Frauen als Soldaten: Ja es gab sie, ...selten. Frauen, die in die Rolle eines (männlichen) Soldaten schlüpften. Nun könnte eine Frau, wenn sie denn in der passenden Einheit ist, genau diese Rolle übernehmen (alterego). IdR wird es aber eher so sein, das sie sich insgesamt für die Darstellung als Soldat interessiert. Nun gut warum nicht? Wichtig ist dabei, dass sie nicht als Frau "zu erkennen ist", also ohne weibliche Attribute (Schminke, lange Fingernägel, langes Haar am besten unter dem kepi,...). Einige Einheiten im Hobby haben Frauen als Soldaten in ihren Reihen, mit den selben Pflichten und Anforderungen wie an die Männer (Drill, Dienst,...). Wenn schon, denn schon!

Im Hobby lassen sich also drei Bereiche finden, die zahlreichen Darstellungen je nach eigenem Wunsch bieten! Bei uns ist alles möglich.



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Nun das etwas schwierigere Thema: Ethnien in der Darstellung
Im American Civil War finden sich neben den Europäischen Typen ("Weißen") auch noch andere Ethnien: Afroamerikaner ("Schwarze"), Asiaten und Native Americans ("Indianer"), Spanische/Mexikaner.

"Weiße": In der Darstellung finden sich zahlreiche Möglichkeiten. Ob als Soldat oder zivil. Sie sind die dominierende Ethnie in CS & US, also idR passend zu jeder Darstellung, Einheit, .... Die Darstellung oder Verwendung sollte sich aber nach den Möglichkeiten der Person richten. Die militärische Darstellung in unserer Einheit ist körperlich recht herausfordernd! Man sollte also körperlich fit und voll belastbar sein. Liegen Einschränkungen vor sollte man diese im Vorfeld berücksichtigen, oder auf den events herausfinden. 10 km Marsch und schlafen auf dem Boden ist nicht jedermanns Sache. Aber da finden wir was!

"Schwarze": Sie stellten eigentlich die 2 größte Ethnie im ACW. Zwischen CS & US gibt es aber Unterschiede.
US: Am Anfang des Krieges gab es keine schwarzen Soldaten, evtl. Einheiten, die eher dem Bau von Stellungen dienten. Man war auf Unions Seite den Schwarzen oft genauso voreingenommen über wie auf CS Seite. Später gibt es Farbigen Regimenter (nur Männer) welche sich ihren Platz unter den Unionsoldaten erkämpften. Hier sind auch zahlreiche zivile Darstellungen wie Arbeiter, Koch, Diener möglich (idR freie Männer & Frauen).
CS: Aufgrund der Sklaverei war man auf CS Seite den Schwarzen gegenüber mehr voreingenommen. Es soll schwarze Einheiten gegeben haben aber das waren sicher eher Bautrupps. Die oft erwähnte 1st Louisiana Native Guard ist eine Miliz gewesen, die sich schnell auflöste und später zu einer Unionseinheit wurde. Vereinzelt wird von Schwarzen "Soldaten" berichtet, diese kamen aber meist/immer mit ihren "Herrn" zu den Einheiten, einige blieben dann wohl. Für das CSMC sind einige Schwarze (link) belegt: Sklaven & Diener aber auch ein freier Koch. Einer der Diener nahm wohl auch an Kampfhandlungen gegen die Union teil. Alles in allem würde hier historisch der Schwerpunkt auf ziviler Darstellung liegen, aber auch eine Darstellung als Soldat ist möglich! Insbesondere unsere Darstellung CS/US Navy bietet hier gute Möglichkeiten, den Schwarze waren bei den Navys deutlich stärker vertreten (bis zu 15%) als bei der Army. Als Lotsen (frei) aber auch als Sailor (frei)

Asiaten/Native Americans/: Oft werden Asiaten einfach zu Indianern/Mexikanern umgewandelt, den Asiaten waren in diesem Konflikt eher selten anzutreffen. Wenn dann evtl. im Bereich Arbeiter, Dienstleistung. Es gibt auch Belege für Asiaten auf Unionsseite und für Indianer auf beiden Seiten. Auf CS Seite sind mir keine Asiaten bekannt. Die Indianer spielten aber auch eine untergeordnete Rolle, evtl. in Milizen oder als Einzelfälle, oder in eher paramilitärischen Einheiten (scouts). Da sie keine Sklaven waren spräche ihrer Verwendung als Soldat auf US/CS Seite nichts entgegen, wenn auch selten. Oder eben als zivile Darstellung.

Spanische/Mexikaner: Spanisch/mexikanisch stämmige Soldaten kamen in beiden Armeen vor, Einige dienten auch als Offiziere. Gerade in ehemaligen spanischen Staaten des Südens, wie Texas, stellten sie durchaus einige Soldaten und Offiziere.

Auf jeden Fall distanzieren wir uns von jeglichen rassistischen Ansichten und Äußerungen. Diese entsprechen nicht unserem Menschenbild. Das Thema Sklaverei belastet leider die ganze Darstellung US/CS, insbesondere natürlich die CS Seite. Wir sind da offen und finden sicher einen Platz für jeden geeignete/n Mann/Frau in unseren Reihen.


CS officer & John Parker               Andrew Chandler & Silas Chandler                     Andrew Burke                  Union officers with black servants
                    servant (slave)                                           (slave)                       23th US Colored Infantry

 
Pvt Felix Cornelius         Native americans (US)     Simon Bolivar Buckner        Black US sailor                    Black CS sailor CSS Alabama
Balderry                                                                 CS officer (mexican)
1th Michigan Volunteer
         Infantry

Bilder von Reenactments der letzten Jahre




   

 
 
Davon gibt es natürlich noch hunderte,
aber das Beste ist sowieso selber erleben!

Hier noch ein TV Bericht von 2013 (Link)

Also komm einfach mal mit!

Kontakt: csmarines@web.de